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Der Waldkindergarten Bamberg “Die kleinen Waldschrate” ist ein eingruppiger Kindergarten und hat Platz für 20 bis 22 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

Das Leben im Kindergarten findet fast ausschließlich im Wald statt. Treffpunkt am Morgen ist der Eingang zum Bruderwald, von dort läuft die Gruppe los bis zu ihrem Platz, einer Lichtung mit einer Hütte und einem Bauwagen. Die werden allerdings nur zum Brotzeiten bei Regen oder zum Malen verwendet. Am Platz ist dann Zeit für freies Spielen, Spielangebote des pädagogischen Teams, Einzelförderung, Rollenspiele oder basteln und werkeln mit verschiedenen Naturmaterialien sowie kindgerechten Werkzeugen.

Leitgedanke

“Platz haben” zum Kind sein im wahrsten Sinne des Wortes. Platz sich frei zu bewegen, Platz zum Lachen, Weinen, Tanzen und Träumen.

Öffnungszeiten und Schließtage

Montag bis Freitag von 8.15 Uhr bis 13.30 Uhr. Bringzeit ist von 8.15 Uhr bis 8.30 Uhr, Abholzeit von 12.15 Uhr bis 12.30 Uhr oder von 13.15 Uhr bis 13.30 Uhr. Eine Nachmittagsbetreuung wird derzeit nicht angeboten.

Der Kindergarten ist geschlossen während der Weihnachtsferien (zwei Wochen) sowie im August (drei Wochen). In Absprache mit den Eltern ist auch zwischen einzelnen Feiertagen geschlossen (an sogenannten “Brückenfeiertagen”).

Konzept

Ein Waldkindergarten – was ist das überhaupt?

Zunächst einmal: Ein Waldkindergarten ist ein ganz normaler Kindergarten. Nur eben ohne feste Mauern. In einem Waldkindergarten werden Kinder im Kindergartenalter in der freien Natur betreut. Anders als in einem Regelkindergarten sind die Kinder mit ihren Erzieherinnen täglich und bei jedem Wetter draußen unterwegs. Der Alltag im Waldkindergarten findet – wie der Name schon sagt – ausschließlich im Wald statt.

Die Idee

Vielfach ist die moderne Lebenssituation von Kindern geprägt von Reizüberflutung, Bewegungsmangel, funktionsbestimmtem Spielzeug und gelenktem Freizeitangebot. Wald- und Naturkindergärten greifen diese Umstände auf, indem sie Kindern erlebnis- und beschäftigungsspezifische Anreize zur Seite stellen.

Ihren Ursprung haben Natur- und Waldkindergärten in Skandinavien. In Deutschland gibt es heute schätzungsweise 350 Waldkindergärten, die meisten von ihnen wurden erst in den vergangenen zehn Jahren gegründet. Uns, die “Kleinen Waldschrate” – Waldkindergarten Bamberg – gibt es seit September 2005.

Die Schwerpunkte

Die pädagogischen Ziele, die ein Waldkindergarten verfolgt, gleichen denen eines Regelkindergartens. Aber die Wege dahin sind anders. Ein Waldkindergarten ist deshalb nicht etwa besser (oder schlechter) als ein Regelkindergarten, sondern er setzt andere Schwerpunkte.

Klettern

Täglich mehrere Stunden Aufenthalt im Wald Bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit, das stärkt das Immunsystem und beugt Allergien und Asthma vor.

Die Kinder spielen mit dem was sie im Wald finden

Es gibt kaum konventionelles Spielzeug, über die Bedeutung ihrer Spielgegenstände (Äste, Blätter, Steine etc.) müssen sich die Kinder unterhalten, das fördert ihre Sprache, Kreativität und Fantasie.

Viel Platz für viel Bewegung

Rennen, Klettern, Springen: Die Kinder leben ihren natürlichen Bewegungsdrang aus und lernen ihre eigenen körperlichen Grenzen kennen, es werden Gleichgewichtssinn, Beweglichkeit und Körperbeherrschung geschult.

Be-Greifen mit allen Sinnen

Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken und Sehen werden im Wald vielfältig angesprochen, das schärft die Sinne und schafft Einsicht in logische Zusammenhänge und biologische Gesetzmäßigkeiten.

Umweltbildung mit Kopf, Herz und Hand

p>Durch originale Naturbegegnungen lernen Kinder sich als konstruktiven Teil ihrer Umwelt wahrzunehmen: Der Grundstein für nachhaltige Entwicklung und die Übernahme von Verantwortung im Erwachsenenalter.

Zitat

Dinge, die man als Kind geliebt hat, bleiben im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter.”
(Khalil Gibran, Philosoph und Dichter)

Der Tagesablauf

Ein geregelter Tagesablauf spielt im Waldkindergarten eine wichtige Rolle: Treffpunkt am Morgen ist der Eingang zum Bruderwald. Von dort läuft die Gruppe los bis zu ihrem Platz im Wald, einer Lichtung mit einer (Schutz-)Hütte.

Weg zum Waldkindergartenplatz

Der Weg ist wichtige Quelle für Entdeckungen, erste Gespräche, Einstimmungen auf den Tag und Erkennen von Veränderungen in der Natur

Morgenkreis

Dort ist Zeit diese ersten Erkenntnisse zu besprechen, ein Lied zu singen, ein Gedicht zu sprechen oder die Stille im Wald zu spüren

Gemeinsame Brotzeit

Nach dem Händewaschen essen die Kinder ihre mitgebrachten Pausenbrote, eine günstige Gelegenheit zur Ruhe und zum Gespräch

Freispiel

Das Spiel ist für Kinder die ureigene Ausdrucks-, Erfahrungs- und Lernform. In einem großzügig abgestecktem Rahmen (in Hör- und Sichtweite der Erzieherinnen) bestimmen die Kinder den Ort, ihre Spielpartner und das Spielmaterial selbst

Angebot In gezielten Beschäftigungen werden zusammen mit den Erzieherinnen sachbezogene Aktionen gemacht, zum Beispiel Lieder gesungen, Bewegungs- und Wahrnehmungsspiele, Malen, Puzzeln, Werken, Basteln, Rollen- und Theaterspiele, Jahreszeitenfeste und vieles mehr

Abschlusskreis und Rückweg

Mit einem gemeinsam gelernten Lied, einem Vers oder einfach in gemeinsam erlebter Stille wird der Abschlusskreis gestaltet. Dies ist der Platz die Erlebnisse eines schönen Tages nochmals zu besprechen und sich zu verabschieden